Informationen
Gesuchte Nummernstempel
Wie häufig ein preußischer Vierringnummernstempel heute anzutreffen ist, hängt unter anderem vom damaligen Postaufkommen und seiner Verwendungsdauer ab. Auch besondere Vergaben und farbige Abschläge beeinflussen das Interesse der Philatelisten.
Postaufkommen und örtliche Verhältnisse
Die Einwohnerzahl und die industrielle Situation eines Ortes prägten das Postaufkommen. Diese örtlichen Verhältnisse sowie der Eröffnungszeitpunkt der Postanstalt sind daher wichtige Anhaltspunkte für die Einordnung eines Nummernstempels.
Verwendungsdauer und späte Nummern
Bei der Einführung waren bereits etwa 1.700 Nummern zugeordnet. Die hohen 1900er-Nummern gehören zu den zuletzt vergebenen Nummernstempeln. Ihre mögliche Verwendungszeit war entsprechend kürzer als die der von Anfang an eingesetzten Stempel. Ein später Eröffnungszeitpunkt einer Postanstalt kann ebenfalls die Verwendungsdauer begrenzen.
Mehrfachvergaben und ihre Zuordnung
Bei doppelt oder dreifach vergebenen Nummern waren einzelne Vergaben nur für sehr kurze Zeit in Gebrauch. Solche Verwendungen sind gesucht und können hohe Preise erzielen. Eine eindeutige Zuordnung gelingt meist nur auf einem Brief oder einem ausreichend aussagekräftigen Briefstück.
Bei einer einzelnen Marke lässt sich die betreffende Vergabe häufig nicht sicher nachweisen. Ohne eindeutigen Nachweis ist sie daher der günstigsten Variante der Stempelnummer zuzuordnen.
Rote und blaue Abschläge
Rote und blaue Nummernstempel sind wegen ihrer ungewöhnlichen Stempelfarbe gesucht. Warum diese Farben verwendet wurden, ist bislang nicht geklärt. Die meisten bekannten roten Abschläge sind im Bereich der Bahnpost belegt.
Einzelne farbige Nummernstempel, etwa oder , kommen innerhalb dieser Gruppe häufiger vor. Im Vergleich zu den schwarzen Abschlägen derselben Orte sind sie dennoch selten und bleiben bei Philatelisten gefragt.